Die Schweiz und der Schweizer Franken-Aktualisierung zum Beitrag vom Januar!


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Liebe Leser, Geschäftspartner, Freunde und Interessierte!

Gerade vom Skifahren zurück (aus Österreich!!!), hat mich der Alltag wieder und ich freue mich darauf!

Das, was am 15.01.2015 von der SNB (Schweizer Nationalbank) durchgeführt wurde, die Entkopplung des Schweizer Frankens vom Euro, ist es mir wert, ein paar Zeilen zu schreiben, da ich glaube, dass es verheerende Auswirkungen haben kann.

Seit September 2011 verständigte man sich, dass der Euro nicht unter 1,20 CHF gehandelt werden sollte. Es wurden dann immer deutsche Staatsanleihen gekauft, um so den Euro künstlich zu stützen. Diese Bindung wurde aufgegeben, angeblich, da man den CHF nicht mehr künstlich schwach halten müsste, da ja eh kaum mehr Gelder in die Schweiz fließen würden wegen der niedrigen Zinsen!

Ich glaube eher, da man durch die Äusserung von Mario Draghi, Staatsanleihen in Höhe von 500 Milliarden Euro anzukaufen, befürchten musste, dass die Devisenreserven knapp werden würden in der Schweiz, um einer weiteren Euroschwäche entgegenzuwirken. Die Schweiz druckt noch fleissiger Papier als die USA das tut. Jetzt hat sie kapituliert, da Sie eben nicht den „Währungskrieg“ mitmachen möchte und kann.

Das war kein leichter Schritt für die SNB, da sie ja viele der exportorientierten Unternehmen direkt ans Messer geliefert hat.

Schließlich haben diese jetzt deutlich höhere Absatzschwierigkeiten im Ausland, da sich durch die Aufwertung des CHF (zum Euro in der Spitze um 30%), die Dienstleistung oder die Produkte verteuern. Die SNB hat dies nicht ohne Grund in Kauf genommen und so dem Kursversfall des SMI-Index in Höhe von über 13% provoziert. An der Börse in Zürich wurde am 15.01. Geld im Wert der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz in einem Quartal vernichtet. Es blieb ihr schlicht weg keine andere Wahl!

Angeblich war selbst die Schweizer Regierung nicht vorher informiert worden. „Man nahm es zur Kenntnis“, wie ein namhaftes Wirtschaftsblatt schrieb. Da muss es aber heftig gebrannt haben, ähnlich wie im Oktober 2008, als die UBS kurz vor der Illiquidität stand und die SNB stützend eingriff.

Viele Anleger, die sich in CHF verschuldeten, um die noch günstigeren Kreditzinsen zu erhalten, müssen jetzt mit einer 30% höheren Rückzahlung rechnen. Auch deutsche Kommunen sind davon betroffen.

Kleinere Devisenhändler in New Zealand und in Großbritannien mussten Konkurs anmelden, da sie für die Verluste der Kunden haften, falls diese nicht „nachschießen“ können.

Die Deutsche Bank soll circa 150 Millionen Euro verloren haben durch die Frankenaufwertung.

Deutsche, die CHF Guthaben halten, hat der Schritt am 15.01. circa 30% Kursgewinn gebracht! Schweizer Bürger, die grenznah zu Deutschland leben, han den dortigen Einzelhandel beflügelt!

Aber was, wenn die USA erst mal so richtig mitspielt. Denn solange der Euro abwertet, wertet der USD auf und die Exporte der USA verteuern sich immens, was wiederum das Wachstum schwächt und das möchte  die USA definitiv vermeiden.

Alles also eine Frage der Zeit!!!!!!

Ihre Finanzplanerin Alexandra Kärner

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