Bankenverband Studie Geldanlage 2014/2015….wen wundert’s?


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Liebe Blogleser, Interessierte, Kunden und Freunde,

am heutigen verregneten Sonntag bin ich wieder einmal über eine Studie gestolpert – die des Bankenverbandes 2014/2015. In der Studie wird die Zufriedenheit/Unzufriedenheit der Anleger mit Ihrer Geldanlage untersucht bzw. dokumentiert. Im Folgenden füge ich zunächst die Studie hinzu:

2014-12-09_Umfrage_Geldanlage_2014-2015

Wer mich kennt, weiß, daß ich kritisch bin. Daher einige Anmerkungen:

Seite 2:

Nur 57% der Befragten haben Geld angelegt: bedeutet das, dass

a. die anderen 43% kein Geld übrig hatten oder

b. dass Sie alles Übrige ausgegeben haben?

Dies ist entscheidend, da es etwas über die generelle Geldentwicklung in unserem Land aussagt. Wie entwickeln sich Löhne und Preise? Wie entwickelt sich die generelle Einstellung zum Sparen. Bewegt die Kunden das Thema Altersarmut oder stecken alle bereits den Kopf in den Sand?

Seite 3: Kernaussage 2/3 tel derjenigen, die Geld angelegt haben, sind unzufrieden gewesen.

Seite 4: Die Zufriedenheit nimmt zwischen 2012 – 2014 ab. Dies ist klar, wenn man sich auf der nächsten Folie die bevorzugten Anlageklassen ansieht: Das Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Fondsanteile-wobei ich hier davon ausgehe, dass es sich um Kurzfristige Fondsanlagen, Festverzinsliche Fonds und Immobilienfonds handelt.

Auf Seite 6 arbeitet die Studie einen Trend für 2015 heraus, der Immobilien, Aktien und Gold hervorhebt. Alles Sachwerte, die aufgrund des niedrigen Zinsniveaus profitieren dürften. Verwunderlich ist nur -und hier kann es nur an der mangelnden Aufgeklärtheit der Kunden liegen- dass ein Zuwachs bei Tagesgeld, Festgeld und festverzinslichen Wertpapieren ermittelt wurde.

Seite 7 zeigt ganz deutlich, daß aber die Risikobereitschaft abnimmt seitens der Anleger, was eine deutliche Unwissenheit erkennen läßt.

Wenn bei den Leuten, die Bereitschaft, das Interesse, wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen zu wollen nicht wächst, werden Sie weiterhin die falschen Entscheidungen treffen und von Ihren getätigten Anlagen enttäuscht werden. Wenn wir als Berater die Möglichkeit bekommen, dem Kunden, die Zusammenhänge zu verdeutlichen, dann kann er selbst entscheiden, welche Anlageklasse er bevorzugt.

Seien Sie aber gewiß, es wird sicherlich nicht mehr das Sparbuch oder das Tagesgeld sein, wenn es sich um eine Anlageform am Kapitalmarkt handelt.

Die große Aufgabe von uns Beratern ist, eine adäquate Risikoaufklärung mit dem Kunden zu betreiben und ein Risikomanagement zu garantieren. Dies bedeutet natürlich nicht, die Märkte vorhersehen zu können! Aber wir können Entwicklungen, Zusammenhänge strategisch bewerten und für unsere Kunden den Nutzen daraus ziehen!Ich wünschte mir detaillierte und aussagekräftigere Umfragen seitens des Bankenverbandes, um den Kunden auch die Konsequenz ihres Nichthandelns zu verdeutlichen!

Es ist noch nicht zu spät, aber allzu viel Zeit bleibt den 45 jährigen auch nicht mehr. Die 60-65 Jährigen sollten Ihre Schäfchen bereits im Trockenen haben und die ganz jungen Kunden sollten aufhören, den Kopf in den Sand zu stecken und das Geld mit offenen Händen am Wochenende „auszugeben“!

Packen wir es an!

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